Rund um den Klimawandel

Klimaschutz ist Staatsauftrag. Das Bundesverfassungsgericht hat das 2021 eindeutig festgestellt. Trotzdem verschleppt die Bundesregierung wichtige Entscheidungen. Und noch schlimmer: Dreht klimapolitische Errungenschaften wieder zurück. Der Bundeskanzler und seine Ministerinnen und Minister riskieren damit steigende Kosten, weniger wirtschaftliche Stabilität und verlorene Chancen in Zukunftsbranchen. Jetzt ist der Zeitpunkt zum Umsteuern. Bis Mitte März ist die Regierung gesetzlich verpflichtet, ein Klimaschutzprogramm vorzulegen. Richtig ausgestaltet kann es Deutschland auf Kurs bringen – mit mehr Bussen und Bahnen, E-Autos, Wärmepumpen und erneuerbaren Energien, die Menschen vor den Risiken und Kosten fossiler Abhängigkeit schützen. (Auszug WWF-Petitionaufruf 15.1.26)

Aus der Wissenschaft – Klimamodell oft zu optimistisch: Die Sommer werden heiß und zu trocken. heftige Stürme fegen übers Land, Überschwemmungen drohen nach plötzlichen Regengüssen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind vielfältig – und v.a. unberechenbar. Um darauf nicht nur zu reagieren, sondern auch Vorsorge-Maßnahmen ergreifen zu können, verlassen sich Politiker, aber auch etwa Landwirte und Förster, auf Klimamodelle, die Prognosen für die Zukunft stellen. Das Problem: Es handelt sich eben um Vorhersagen, nicht um Fakten. Und diese Vorhersagen sind in den meisten Fällen zu positiv, warnen Forscher des Institute for Advanced Sustainability Studies ‚IASS‘, wie das gemeinnützige Institut schreibt. Zu diesem Ergebnis habe eine Analyse der Modelle geführt, die den Berichten des Weltklimarates zugrunde liegen ‚IPCC‘. Dieser liefert nicht nur Prognosen für klimatische Entwicklungen, sondern zeigt auch die jeweiligen Auswirkungen und Möglichkeiten, um sie einzudämmen. Meist geschieht das anhand verschiedener Szenarien, denen jeweils unterschiedliche Bedingungen zugrunde gelegt werden. Z.B.: Die Menschheit macht weiter wie bisher, die Menschheit ergreift nur wenige Maßnahmen, die Menschheit reagiert optimal.

Unter den angenommenen Maßnahmen sind laut IASS zwei Gruppen von „Climate-Engineering-Technologien“, also Technologien, die gezielt ins Klima eingreifen sollen: das „Solar Radiation Management“, das einfallende Sonnenstrahlung reduzieren soll, sowie das „Herausfiltern“ von Kohlendioxid aus der Luft. Genau diese beiden Technologien tendieren zu übermäßig optimistischen „Best-Case-Prognosen“, warnen die IASS-Forscher. Das könne unerwünschte Folgen haben: Wenn Forschung, Politik und Industrie sich auf zu optimistische Prognosen stützen. zeigen sie bei der Abkehr von fossilen Infrastrukturen womöglich weniger Ehrgeiz. Das gelte insbesondere für bestimmte Methoden, CO, aus der Luft zu binden – das werde bisweilen fälschlicherweise als Ersatz für Emissionsminderungen angesehen.

Trügerische Sicherheit: Um solchen falschen Sicherheitsgefühlen entgegenzuwirken, müsse klarer gemacht werden, wie Klimaszenarien überhaupt zustande kommen. „Wer ein Klimamodell entwirft, muss Parameter und Entwurfsszenarien auswählen“, wird Sean Low, einer der IASS-Forscher, zi-tiert. „So eine Entscheidung kann nicht neutral sein.“ Das hat keineswegs damit zu tun, dass der betreffende Forscher die Öffentlichkeit täuschen will, sondern liegt in der Natur der Sache: Was in der Zukunft passiert, kann niemand mit absoluter Sicherheit wissen. Wissenschaftler, die Prognosen erstellen, müssen sich also immer auf Wahrscheinlichkeiten berufen. Und besonders wie sich neue Technologien auswirken werden, ist keineswegs sicher. Zumal klimatische Zusammenhänge sehr komplex sind und jeder Eingriff unerwartete „Neben-wirkungen“ haben kann. Aus diesem Grund heben Wissenschaftler oft das Szenario heraus, das die geringste Klima-Wirkung ergibt – anders als so mancher Beobachter annimmt, ist der Vorwurf des Alarmismus gegenüber den meisten Forschern also nicht gerechtfertigt. Keinesfalls aber dürfe man ein Klima-Szenario als absolute Wahrheit oder Handlungsanweisung ansehen, stellen die IASS-Forscher klar: „Es ist problematisch, wenn Entscheidungs-träger sie aus politischen und wirtschaftlichen Interessen für bereits existierende Agenden nutzen und das ,Kleingedruckte‘ der Modelle übersehen.“ Denn: „Bei der Klimapolitik liegt der Teufel im Detail. (SWP/WISSEN/yel 17.10.20)

Europas Umwelt kränkelt – Studie: Unser Kontinent gilt als Vorreiter beim Klima- und Naturschutz. Dennoch gibt es Probleme – etwa im Kampf gegen das Artensterben. Trotz großer Fortschritte im Kampf gegen hohe Emissionen und Luftverschmutzung steht es um die Umwelt in Europa insgesamt nicht gut. Zu dieser Einschätzung kommt die Europäische Umweltagentur ‚EEA‘ in einem neuen Bericht. Die europäische Natur müsse u.a. mit zunehmend schlechteren Umweltbedingungen, Überbeanspruchung und Artensterben fertig werden, warnt die in Kopenhagen ansässige EU-Behörde. Eine weitere große Heraus-forderung seien die Folgen des zunehmenden Klimawandels. Dem Bericht zufolge sind die Aussichten für die Umwelt in vielerlei Hinsicht besorgnis-erregend. Dies bringe auch große Gefahren für wirtschaftlichen Wohlstand, die Sicherheit und den Lebensstandard in Europa mit sich. Die Umsetzung von bereits vereinbarten Richtlinien und Maßnahmen müsse daher dringend beschleunigt werden. Jüngste Extremwetterereignisse hätten gezeigt, wie anfällig Wohlstand und Sicherheit seien, wenn die Natur zerstört werde und sich die Klimawandelfolgen verstärkten, erklärte die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Teresa Ribera. Der Schutz der Natur sei daher kein Kostenpunkt, sondern eine Investition in Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Wohlbefinden der Bürger. „Wir können es uns nicht leisten, unsere Ambitionen bei Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit zu senken“, forderte die EEA-Exekutiv-direktorin Leena Ylä-Mononen. Der Umweltbericht zeige deutlich auf, warum man handeln müsse. Die Autoren machen kein Geheimnis daraus, dass die EU ein globaler Vorreiter in Sachen Klimaschutz ist. Die klimaschädlichen Treib-hausgasemissionen seien in der EU v.a. dank der Verringerung des Gebrauchs von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas seit 1990 um 37 % zurück-gegangen, während sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Strom-erzeugung seit 2005 verdoppelt habe. Gut vorangegangen sei es außerdem bei der Verbesserung der Luftqualität, beim Recyceln von Müll u. der Ressourcen-effizienz. Weitere Fortschritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit, darunter etwa Investitionen und Jobs in grünen Branchen, geben demnach ebenfalls Grund zur Hoffnung.

Umfassende Daten nur alle fünf Jahre: Der Bericht der Europäischen Umweltagentur ‚EEA‘, die ihren Sitz in Kopenhagen hat, ist die europaweit umfassendste Analyse zur aktuellen Lage von Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit in der Region. Er fußt auf Daten aus 38 Staaten (aus der EU und darüber hinaus) und wird von der EEA nur alle 5 Jahre veröffentlicht. Auch umfassende Daten aus Deutschland sind in den Bericht eingeflossen. (SWP/ BLICK IN DIE WELT/Steffen Trumpf, dpa 30.9.25).

SWP/SÜDWESTUMSCHAU 20.11.25
ARD Tagesschau 14.1.26

Auch 2025 war weltweit zu warm: Die globale Erwärmung setzt sich fort. Das vergangene Jahr war das drittheißestes Jahr überhaupt. Die globale Erwärmung hat sich vergangenes Jahr lt. dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus weiter fortgesetzt: ’25 war demnach das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und fast ebenso heiß wie die beiden Rekordjahre ’24 und ’23. Erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur der drei voran-gegangenen Jahre mehr als 1,5° über dem vorindustriellen Niveau. Das war fast soviel wie im global zweitheißesten Jahr ’23 mit 1,48° über dem vorindustriel-len Niveau und reicht an das Rekordjahr ’24 heran, als das vorindustrielle Niveau um 1,60° überschritten worden war. (SWP/BLICK IN DIE WELT/dpa 15.1.26)

BMUKN zum Urteil über das Klimaschutzprogramm 2023: Das BVerwG hat die Bundesregierung verpflichtet, das Klimaschutzprogramm nachzubessern, um das nationale Klimaschutzziel für 2030 zu erreichen. Mit dem Urteil gibt es nun rechtliche Klarheit. Die Bundesregierung wird mit dem neuen Klima-schutzprogramm den Anforderungen des Urteils nachkommen und die bestehende Ziellücke schließen. (Auszug BMUKN-Newsletter 2.3.26) > Mehr lesen

Erwärmung der Erde stark beschleunigt – Studie: Wissenschaftler belegen deutlichen Anstieg der Temperatur • Klimaphänomene wurden herausgerechnet. Die Erderwärmung hat sich einer Studie zufolge seit etwa 2015 deutlich beschleunigt. Wahrend die globale Temperatur von 1970 – 2015 um durchschnittlich 0,2°C pro Jahrzehnt gestiegen sei, seien es in der Dekade danach etwa 0,35° gewesen, schreibt ein deutsch-amerikanisches Autorenduo im Fachjournal „Geophysical Research Letters“. Ein unabhängiger Experte spricht von einer gut gemachten Analyse. Dass die Erde sich seit geraumer Zeit erwärmt, steht zweifelsfrei fest. Die Jahre ’23 und v.a. ’24 waren die bisher wärmsten seit Beginn der Messungen. Da die Temperatur auch natürlichen Schwankungen unterliegt, war bislang unklar, ob sich die Erwärmung beschleunigt hat. Um dies zu klären, haben der US-Statistiker Grant Foster und Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung nun Einflüsse etwa durch Vulkanismus, Sonnenzyklen oder das Klimaphänomen El Niño herausgerechnet. „Wir können nun erstmals eine starke und statistisch signifikante Beschleunigung der Erderwärmung nach 2015 belegen“, betont Foster. „Wie schnell sich die Erde weiter erwärmt, hängt letztlich davon ab, wie rasch wir die globalen  CO₂-Emissionen aus fossilen Energien auf null reduzieren“, sagt Rahmstorf. (SWP/BLICK IN DIE WELT/apa 7.3.26).

Wetter – Der Copernicus-Klimabilanz zufolge steigen die Temperaturen: Der vergangene Monat war der zweitwärmste Marz In Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zudem registrierte der EU-Klimawandeldienst Coper-nicus die zweithöchste globale Temperatur an der Meeresoberfläche für diesen Monat. Weltweit war es der viertwärmste März seit Messbeginn. Die globale Durchschnittstemperatur lag demnach bei 13,94 Grad Celsius. Dieser Wert liegt 1,48 Grad über dem vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900 für diesen Monat und 0,53 Grad über dem März-Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Damit setze sich der Trend extremer Temperaturen fort, heißt es. (SWP/BLICK IN DIE WELT/dpa 11.4.26).

Gewitter im Sommer in den Bergen: Es ist schwül-warm, der Himmel verdunkelt sich, auf einmal zucken Blitze und es gießt wie aus Eimern. Nach relativ kurzer Zeit ist das Spektakel dann meist schon wieder vorbei. Zurück bleiben umgestürzte Bäume, manchmal zentimetergroße Hagelkörner oder überschwemmte Straßen, weil die Wassermassen nicht rasch genug abfließen. Vo.a. im Sommer entstehen solche Gewitter, zumeist in den Bergen, aber warum?

Grundsätzlich sind Gewitter dem Deutschen Wetterdienst ‚DWD‘ zufolge schwer vorhersagbar, in bergigen Regionen entstehen sie aber eher „Sieht man sich die Zahl der Gewittertage an, alsoder Tage, an dem zumindest ein Gewitter registriert wurde, so heben sich die bayerischen Alpen, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Bayerischer Wald und Erzgebirge durch eine deutliche höhere Zahl an Tagen von den übrigen Regionen in Deutschland ab“, erklärt Dirk Mewes vom DWD in München. Auch im Umfeld der Berge komme es daher häufiger zu Gewittern. „Das liegt daran, dass die Gewitter am Bergland entstehen und dann in die vorgelagerten Gebiete ziehen. Das Bergland ist deshalb eine ideale Brutstätte von Gewittern.“ Wenn Luft gegen einen Berg strömt, kann sie nicht durch den Berg hindurch. Sie wird an den Hängen nach oben gedrückt. Beim Aufsteigen dehnt sich die Luft wegen des geringeren Luftdrucks aus, kühlt sich dabei ab und der Wasserdampf kondensiert zu Wolken. Steigt die Luft weit genug auf, bilden sich Gewitterwolken.

Wettervorhersage Tagesshau 3.8.26, 17:15 h

Nur Wärme ist nicht entscheidend: „Hitze allein reicht nicht aus“, erklärt der Meteorologe. Nötig sei ein großer Temperaturunterschied zwischen den hohen Luftschichten und dem Boden. Außerdem müsse der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre ausreichend hoch sein. „Für die Gewitterbildung muss die aufsteigende Luft in Höhenregionen vorstoBen, deren Temperatur deutlich unter minus zehn Grad liegt“ , so Mewes. Nötig sei eine Eis- oder Graupel-bildung, um eine Ladungstrennung innerhalb der entstehenden Gewitterwolke herbeizuführen. (SWP/WISSEN/dpa 11.7.26).

Białowieża-Urwald – UNESCO Welterbe © Piotr Malczewski

Schwedische Forschende fanden heraus, dass Urwälder deutlich mehr Kohlen-stoff speichern können als bisher angenommen: Über 70 % mehr als ein bewirtschafteter Forst. Das liege insbesondere an der Speicherung im Boden: »Das überraschendste Ergebnis ist die große Menge an Kohlenstoff, die im Boden von Urwäldern gespeichert ist«, erklärte Mitautor Anders Ahlström von der Universität Lund. »Es handelt sich um dieselbe Menge wie der gesamte Kohlenstoff in bewirtschafteten Wäldern – Bäume, Totholz und Boden zusammen.« (Wohler ins Waldakademie 31.5.26) Mehr dazu auf spiegel.de

😜 Glosse „Klimawandel: Immer mehr Milchbauern steigen von Kühen auf Kamele um (Der Postillon 22.7.22).

SWP/BLICK IN DIE WELT 24.2.26
Kirchensee (F: NSG „Strangen“/Biosphärenreservat Schaalsee/MV)

Klimawandel schwächt die Reinigungsfunktion von Seen: Seen übernehmen eine wichtige Filterfunktion im Ökosystem: Sie entfernen überschüssigen Stick-stoff aus dem Wasser. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Basel und der Eawag zeigt nun, dass der Klimawandel diese natürliche Reinigungsleistung schwächen könnte. Das hätte Folgen bis in Küstenökosysteme der Meere. (NATURSCHUTZ.ch NEWS 28.5.26) weiterlesen

NWZ/KREIS GÖPPINGEN 6.7.26)
BRISANT 4.8.26, 17:18 h -Vielerorts in Deutschland lagen die Temperaturen in diesen Tagen um die
40°. Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr laut RKI auf schätzungsweise 11.900. (SWP/dpa 7.8.26).

Heißester Juni in Westeuropa seit Aufzeichnungsbeginn: Zwei Hitzewellen und Höchstwerte bei den Meerestemperaturen: Der Juni 2026 hat gleich mehrere Rekorde gebrochen. Der EU-Klimadienst Copernicus warnt vor weitreichenden Folgen. Der vergangene Juni war der heißeste Juni, der jemals in Westeuropa gemessen wurde. Das hat der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitgeteilt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,74° – mehr als 3° über dem Juni-Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Siehe auch Hitze-Taskforce in BW!

Wespe – Insektentränke (F: Garten in Schlat) Tipp: In tieferen Gefäßen hilft ein flacher Stein gegen das Ertrinken!

Schwitzen, hecheln und was sonst? So überstehen Tiere und Menschen die Hitze: Vom 6.4. – 16.8. sind in Deutschland rund 15.800 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben (NEWSFLASH24 27.8.26). Diese Zahlen des Robert Koch Instituts sind erschreckend. Meteorolog:innen erwarten bereits die nächste „Hitzewelle“. Wir haben ein paar Tipps zusammengetragen, damit Sie gut durch die heißen Tage kommen und auch den Tieren in Ihrer Umgebung helfen können. Wussten sie bspw., dass Rehe keine Schweißdrüsen besitzen und daher nicht schwitzen können? Sie gehen aber gern baden. Anders ist es bei Eichhörnchen, die können schwitzen. Allerdings nur an den Füßen. Wenn Vögel sich abkühlen wollen, dann machen sie es ähnlich wie Hunde und hecheln. Für Mensch und Tier gilt gleichermaßen: Schattige Orte suchen und möglichst viel trinken. Ebenerdige Wasserstellen erfreuen viele tierische Besucher. DARAUF SOLLTEN SIE ACHTEN (WWF-Info 11.7.26; siehe auch Stefan Leimer „Tiere im Hitzestress“ vögel Nr. 68 9/10/2023)

Chance für die Arktis – Von Indigenen lernen: Die Zeitschrift politische ökologie (pö) wäre fast nicht rechtzeitig gedruckt worden, weil die Druckerei aufgrund der Hitzewelle immer wieder die Druckmaschinen anhalten musste. Das Thema der Ausgabe: Arktis. Dort zeigt sich deutlich, was die Erderhitzung mit unserem Planeten macht. Eisberge schmelzen, Permafrost taut, Küsten erodieren, ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Das Wissen der indigenen Bevölkerung ist unabdingbar für einen gerechten Klimaschutz und die Bewahrung der biologischen Vielfalt in der Region. Zur aktuellen Ausgabe der pö (DNR-NEWS 22.7.26).

Ein Zuhause in Gefahr – Wenn Wälder brennen: Lodernde Flammen, dichte Rauchwolken und Tausende Menschen auf der Flucht: Jedes Jahr werden die  Waldbrände in der Mittelmeerregion zur existenziellen Bedrohung für Mensch und Natur. Was wir derzeit in den Nachrichten sehen, ist längst keine Ausnahme mehr, sondern eine Folge immer häufigerer Hitze- und Dürreperioden. Denn die Feuer zerstören weit mehr als nur Bäume. Sie vernichten wertvolle Lebensräume, töten unzählige Tiere und hinterlassen Landschaften, die oft Jz. brauchen, um sich zu erholen. Gleichzeitig setzen sie enorme Mengen klimaschädlichen Kohlenstoffs frei und erhöhen damit das Risiko weiterer Brände – ein Teufelskreis. Deshalb setzt der WWF nicht erst an, wenn ein Feuer ausbricht. Gemeinsam mit Partnern vor Ort fördern wir widerstandsfähige Wälder, unterstützen den Wiederaufbau geschädigter Flächen und entwickeln Konzepte, die das Brandrisiko langfristig senken. Denn gesunde, naturnahe Wälder können Feuer deutlich besser standhalten als geschwächte Ökosysteme. (WWF 30.7.26)

Nachrichten 1.8.26, 20:07 h

Orkanböen fachen Brände an – Dörfer werden in Griechenland evakuiert. Ferorwehrleute. Forstkommandos sowie Hunderte Freiwillige kämpfen an drei Feuerfronten. – In Frankreich Brände unter Kontrolle: Der große Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist nach Angaben von Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez unter Kontrolle. Das Feuer breite sich nicht weiter aus, sagte der Minister bei einem Pressestatement. Jedoch gebe es noch Brandherde und „aktive Zonen“. Nach der Entspannung der Lage werden mehr als 10.000 weitere Menschen zurückkehren können.

In der Region nahe der Großstadt Bordeaux wüteten bislang die massivsten Brände der Saison in Frankreich, auf einer Fläche von 42.000 ha. 224.000 Menschen waren in Sicherheit gebracht worden, bislang durften nach Behördenangaben aber bereits 198.000 von ihnen zurückkehren. Insgesamt seien in Frankreich seit Beginn des Jahres 119.000 ha von Waldbränden erfasst worden. (Auszug SWP/BLICK IN DIE WELT/Gerd Höhler/dpa 3.8.26).

Die Waldbrandgefahr steigt – Feuersommer in Europa. Sind die Brände wie in Spanien und Frankreich auch in Deutschland denkbar? Wie Experten die Lage bewerten… Auch in Deutschland gibt es mehr Waldbrände. Das zeigt eine Statistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Seit 2018 nahm die Zahl der Waldbrandjahre sprunghaft zu. Waren zuvor nie mehr als 400 ha im Jahr betroffen. gab es seitdem 5 Jahre mit mehr als 1.200 ha Waldbrandfläche. Da es durch den Klimawandel häufiger zu Dürrephasen in Deutschland kommt, dürfte sich der Trend verstärken. „Ich rechne fest damit, dass wir noch mehr Waldbrände haben werden“, sagt Ulrich Cimolino, Leiter des Arbeitskreises Waldbrand beim Deutschen Feuerwehrverband. V.a. im Westen und im Süden Deutschlands habe es dieses Jahr zu wenig geregnet – bei überdurchschnittlich hohen Temperaturen. Könnte es auch hier zu Feuern wie im Südwesten Europas kommen? Aktuell seien Waldbrände in einer solchen Dimension in Deutschland nicht vorstellbar, sagt Cimolino. Das liege zum einen an der Art von Wald, die in Frankreich und Spanien wachse: „Pinien und Eukalyptus,beides ist sehr brandanfällig“, und zum anderen an den Winden, die dort stärker seien. Er weist aber auch darauf hin, dass die Bedingungen in Deutschland kritischer geworden seien… Cimolino schätzt, dass 95 % aller Waldbrände auf Menschen zurückgehen. Und was braucht es, um Waldbrände besser zu bekämpfen? Cimolino hat eine ganze Reihe von Forderungen. „Wir müssen unsere Feuerwehren besser für Waldbrände ausbilden“ , sagt er mit Nachdruck. „Es macht einen Unterschied, ob ich ein Feuer auf 10 oder auf 100 m² bekämpfe.“ Außerdem fordert der Experte leichte Schutzkleidung für jeden Feuerwehrangehörigen, wie es auch vorgeschrieben sei. Die schwere Ausrüstung sei v.a. im Hochsommer für Außeneinsätze ungeeignet. „Die Einsatzkräfte kollabieren regelmäßig darin. Wir haben dadurch mehr Verletzte als durch Brandeinwirkung.“ Zudem brauche es Spezialfahrzeuge für die Brandbekämpfung im Freien…. Damit es künftig zu weniger Bränden kommt, könnte es helfen, Wälder umzubauen oder anders anzulegen: mit weniger Nadeln und mehr Blättern. „Laub-bäume können dazu beitragen, Waldbrände zu verhindern“, sagt Cimolino. „Es kann schon helfen, einen Streifen aus Eichen oder Buchen um einen Nadelwald herum zu legen.“ (Auszug SWP/POLITIK/ Rebekka Wiese 7.8.26).

Aktuelle Gefahrenlage: Der Deutsche Wetterdienst hat einen Waldbrand-Gefahrenindex entwickelt. Er beruht auf der Wetterlage und ihren Folgen für das Feuerrisiko in Wäldern. Dabei gibt es fünf Stufen: von „sehr geringer Gefahr“ (1) bis zu „sehr hoher Gefahr“ (5). Täglich gibt es aktualisierte Karten auf der Website: die Vorhersage für den aktuellen Tag sowie die vier Folgetage. Demnach wird die Waldbrand-gefahr über das anstehende Wochenende fast überall steigen, sodass bis auf wenige Ausnahmen mindestens die mittlere Stufe gilt. Vor allem im Südwesten und in Mitteldeutschland herrscht oft die vierte Stufe: „hohe Gefahr“. (SWP 7.8.26; siehe auch ein Beitrag von Peter Wohlleben zu Waldbränden >>> YouTube).

Aktueller Stand der Waldbrand-Lage im Naturpark Hohen Venn (Réserve Naturelle Hautes Fagnes/Wallonische Region/Belgien): Das Feuer hat eine historische Rekordfläche von rund 3.200 ha Moor- und Waldlandschaft zerstört. Es ist der größte Vegetationsbrand in der Geschichte Belgiens. Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen. Da der torfhaltige Boden die Hitze tief unter der Oberfläche speichert, fressen sich unberechenbare Schwelbrände durch den Untergrund. Die Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich noch Wochen andauern. (Bericht BRISANT 18.8.26 + Wikipedia/KI).

Hochplateau Hautes Fagnes – D/B-NP Hohes Venn (IUCN-V) – große Flächen als Hochmoor ausgebildet und 4.500 ha als NSG ausgewiesen.

Noch keine Entwarnung am Hohen Venn: Nach tagelangem Kampf gegen den Waldbrand im belgischen NSG Hoher Venn nahe der Grenze zu Deutschland ist es den Einsatzkräften gelungen, das Feuer einzugrenzen. Der seit Freitag wütende Brand sei unter Kontrolle gebracht worden und dürfte sich nicht weiter in Richtung Deutschland ausbreiten, erklärte der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich, Tony Hosmans. Entwarnung konnten die Behörden jedoch noch nicht geben. Bis dahin könne es Wochen oder gar Monate dauern, hieß es. Die Lage im NSG bleibe „kompliziert“, es gebe zahlreiche Brandherde, die am Boden und aus der Luft bekämpft werden müssten. Der Einsatz im Brandgebiet wird durch das moorige Gelände in dem NSG erschwert, einem Flickenteppich aus Heide, Torfmooren und erhöhten Holzstegen. Das Feuer ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911, als es im selben Gebiet während einer ähnlichen Trockenperiode wie in diesem Jahr zu verheerenden Bränden kam. Die Ursache für den aktuellen Brand ist noch unklar. (SWP/BLICK IN DIE WELT/dpa 20.8.26).

SWP/THEMEN DES TAGES/POLITIK 18.8.26

Kanada und USA im Fokus: Je schneller Wälder brennen, desto intensiver brennen sie auch. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die eine Gruppe um Jonathan Coop von der Western Colorado University in Gunnison (Colorado) im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht hat. Die Forscher untersuchten Waldbrände in Kanada und den USA. Demnach nehmen mit einer sich erhöhenden Ausbreitungsgeschwindigkeit auch die Intensität der Feuer, der Anteil der stark verbrannten Fläche sowie die Entfernung zu überlebenden Samenbäumen zu. Die rekordverdächtige Brandsaison diesen Sommer habe die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie sich die Entwicklung von Waldbränden verändere, wie sie sich ausbreiten, schreiben die Studienautoren. Das untersuchten sie bei der Auswertung von Satellitenaufnahmen von 3.499 größeren Waldbränden in Kanada und in den westlichen USA, einschließlich Alaskas, im Zeitraum 2012 – 2023. Im Untersuchungszeitraum betrug die verbrannte Gesamtfläche demnach 43,2 Mio. ha. (Auszug „Inferno in den Wäldern“ SWP/BLICK IN DIE WELT/dpa 17.8.26).

Klimawandel treibt Waldbrandgefahr in Europa auf neue Höchststände: Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Waldbrandfläche in Europa bis Ende des Jahrhunderts um bis zu 192 % zunehmen könnte. Neben klimatischen Veränderungen spielen auch Präventionsmaßnahmen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die steigende Brandgefahr. Klimawandel als Treiber der Waldbrandflächen in Europa: Im Jahr 2026 hat Europa eine alarmierende Zunahme von Waldbränden verzeichnet, die sich nicht nur auf Länder wie Frankreich, Spanien und Griechenland beschränkt, sondern auch in Deutschland erhebliche Waldflächen gefährdet. Eine aktuelle Untersuchung legt nahe, dass der Klimawandel in der Zukunft die betroffene Fläche drastisch vergrößern könnte. Laut den Ergebnissen der Forschung könnte die Fläche, die jährlich durch Vegetationsbrände betroffen ist, bis zum Ende des Jahrhunderts im Vergleich zu den aktuellen Verhältnissen um bis zu 192 % ansteigen. Die Studie, die im Fachjournal Global Change Biology veröffentlicht wurde, hebt hervor, dass neben klimatischen Veränderungen auch andere Faktoren wie Landnutzung, Präventionsstrategien und die Früherkennung von Bränden maßgeblich sind. Die Forscher um Maik Billing vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ‚PIK‘ weisen darauf hin, dass Vegetationsbrände natürliche Prozesse darstellen, die für die Artenvielfalt und die Dynamik von Ökosystemen von Bedeutung sind. Dennoch wird die Intensität dieser Brände durch den Klimawandel verstärkt, was die Brandgefahr in Europa erheblich erhöht. Erwartungen zur Zunahme der Brandflächen und Einflussfaktoren: Die Simulationen des Forschungsteams zeigen, dass selbst bei einer moderaten globalen Erwärmung von etwa 1,8°C die Fläche, die in Europa in Flammen steht, um 39 % zunehmen könnte. In einem Szenario mit einer Erwärmung von etwa 3,6° wird sogar ein Anstieg um 192 % prognostiziert. Besonders stark betroffen wären Regionen in Mitteleuropa, große Teile Westeuropas sowie der Mittelmeerraum. Aktuell wird ein Temperaturanstieg von etwa 2,8° bis zum Jahrhundertende angenommen. Die künftigen Brandrisiken hängen jedoch nicht ausschließlich von den klimatischen Rahmenbedingungen ab. Die Forscher haben Klimamodelle mit weiteren Faktoren kombiniert, um die Wirkungen von Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen zu berück-sichtigen. Ein effektives Brandmanagement könnte die Fläche, die in einem 1,8°-Szenario brennt, um 92 % reduzieren, während die Reduzierung bei einem 3,6°-Szenario immer noch 72 % betragen könnte. Dringender Investitions-bedarf im Brandmanagement: Co-Autor Thomas Hickler vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt betont, dass die steigenden Brandrisiken eine verstärkte Investition in die Brandbekämpfung erfordern. Dazu gehören unter anderem die Ausbildung von Einsatzkräften, die Bereitstellung geeigneter Ausrüstung sowie eine effektive Koordination zwischen Forstwirtschaft, Naturschutz und Feuerwehr. Hickler warnt jedoch, dass bei extremen Brandereignissen die Möglichkeiten zur Eindämmung an ihre Grenzen stoßen könnten. Die jüngsten Rekordbrände in Frankreich verdeutlichen, dass frühere Erfahrungen nicht ausreichen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Aktuelle Lage und Umfang der Waldbrände: Bis Mitte 8/2026 wurden in Europa bereits etwa 616.000 ha Vegetation durch Feuer zerstört, was in etwa 2 1/2 so viel ist wie der 20-jährige Durchschnitt. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der Maßnahmen zur Brandbekämpfung sowie zur Emissionsreduktion ergriffen werden müssen. Die Brände in den betroffenen Ländern zeigen, wie schnell extreme Wetterereignisse die Ressourcen der Feuerwehr an ihre Grenzen bringen können. Die Forscher betonen, dass es entscheidend ist, sowohl die Emissionen zu senken als auch das lokale Brandmanagement zu stärken, um den Herausforderungen des Klimawandels wirksam zu begegnen. (NEWSFLASH24/n-tv, Die Zeit 20.8.26).

Klimawandel (F: 11.9.26 Schlat)

Den Wald hat’s schwer getroffen“ – Selbst manche als klimastabil geltende Bäume zeigen laut Fachleuten deutliche Spuren nach der Trockenheit. Infolge der Trockenheit und Hitze in diesem Sommer hat der Wald in BW Schaden genommen. Selbst manche als klimastabil geltenden Bäume zeigen laut Fachleuten deutliche Spuren. „Den Wald hat’s schwer getroffen“, sagte Waldbaureferent Alexander Abt von ForstBW in Tübingen. Das ganze Ausmaß werde man wohl erst im Frühjahr sehen, wenn die Bäume wieder ausschlagen – oder eben nicht mehr. Schon jetzt werfen viele Bäume Blätter ab oder bilden keine Früchte, um sich vor weiterem Flüssigkeitsverlust zu schützen. Äste sterben ab und brechen aus Baumkronen. Sind die Pflanzen geschwächt, haben es Insekten wie Borkenkäfer und Eichenprozessionsspinner leichter. Auch das Landwirtschaftsministerium kann das Ausmaß des Schadens der Dürreperiode noch nicht beziffern. „Der aktuelle Stress wird sich auch auf die Folgejahre auswirken“, heißt es aus dem Ministerium. Am stärksten betroffen seien alte Bäume, die in einem kühleren und regenreicheren Klima aufgewachsen seien und sich daran angepasst hätten. „Junge Bestände erscheinen resilienter“, teilte ein Sprecher mit. Gerade klimaanpassungsfähige Mischbaumarten, die in den vergangenen Jahren vermehrt gepflanzt oder gefördert wurden und schon einen ausreichenden Wurzelanschluss hätten, schienen sich demnach gut zu bewähren. Dazu gehörten Elsbeere, Speierling, Vogelkirsche, Spitzahorn und Hainbuche.

Blätter von Rotbuche zeigen schon typische Vergilbungen (F: Schlater Wald 10.8.26).

Gerade an Waldrändern und Hängen hätten Bäume seit Mitte / Ende Juli Verfärbungen, wie man sie sonst aus dem Herbst kenne, sagte Sho Kawano aus der FVA-Abteilung Boden und Umwelt. Blätter von Rotbuche und Robinie etwa zeigten zum einen die typischen Vergilbungen. Zum anderen gebe es Verbrennungserscheinungen. Dann sei ein Baum nicht mehr zur Photo-synthese fähig. Würden auch Leitungsbahnen beschädigt und könne kein Wasser mehr transportiert werden, sterbe der Baum womöglich ab. Auch Wurzelwerk könne unter der Trockenheit leiden. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus, sagte Kawano. Geschädigte Buchen etwa könnten im nächsten Jahr kleinere Blätter oder Kronen ausbilden. In anderen Fällen könnten die Schäden erst später sichtbar werden, machen die Fachleute deutlich. (SWP/SÜDWESTUMSCHAU/dpa 25.8.26).

Schesaplana-Massiv/Vorarlberg/A

Hitze bringt neue Gefahren in den Bergen: Wenig Schnee im Winter, danach lang anhaltende Hit-ze: In den Alpen verschärfen sich die Bedingungen für Bergsteiger und Wanderer. Stefan Winter, Bergführer beim Deutschen Alpenverein ‚DAV‘ warnt: Bergsteiger treffen zunehmend auf Blankeis-Passagen, Schneebrücken über Gletscherspalten kollabieren, und Randspalten werden immer größer.“ Außerdem taue der Permafrost auf. Er gilt im Hochgebirge als „Klebstoff der Berge“, weil er in den gefrorenen Gesteins-schichten Fels und Schutt zusammenhält. Taut er auf, können sich Gesteinsmassen lösen. Dann drohen Steinschlag und Felsstürze. Nach Gewittern und Starkregen steigt außerdem die Gefahr von Muren. Alte Karten und Routenbeschreibungen könnten deshalb ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln. (SWP/BLICK IN DIE WELT/dpa 3.8.26; siehe auch „Gigantischer Felssturz am Matterhorn“ BR24 7.8.26).

Klimawandel und seine Folgen – Bäume in Deutschland werfen Blätter vorzeitig ab. Inmitten anhaltender Hitzewellen werfen viele Bäume in Deutschland bereits jetzt ihre Blätter ab. Experten berichten von alarmierenden Gesundheitszuständen: Vier von fünf Bäumen kämpfen gegen Trockenheit und Klimastress. >>> (NEWSFLASH24 10.8.26).

SWP 11.8.26 und Copernikus

Programm zur Überwachung der Erde: Copernicus ist das führende europäische Erdbeobachtungsprogramm zur Überwachung der Erde, ihrer Umwelt und des Klimas. Es stellt umfassende Daten für den Umweltschutz, die Klimabeobachtung, zur Einschätzung von Naturkatastrophen und für weitere gesellschaftlich relevante Anwendungen bereit. (Auszug „So heiß wie noch nie“ SWP/BLICK IN DIE WELT/dpa 11.8.26).

SWP 1.9.26
Foto: Buchcover aus dem Coppenrath Verlag

Buchtipp: Mein erstes Buch vom Klimawandel – Großes Thema – kindgerecht erklärt: Das Bilderbuch zeigt, dass sich auch komplexe Themen verständlich und mit einer Prise Humor vermitteln lassen. Mit einfachen Erklärungen, alltagsnahen Beispielen und einem lösungsorientierten Blick macht das Sachbuch bereits Kindern ab etwa 4 Jahren den Klimawandel greifbar, ohne zu überfordern oder Ängste zu schüren. Das Buch lädt Kinder dazu ein, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu verstehen und sich mit ihrer Umwelt auseinander-zusetzen. Das Buch vermittelt Kindern erste Zusammenhänge rund um den Klimawandel verständlich und altersgerecht, weckt Neugier auf die Natur und zeigt, dass jede*r einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten kann. >>> (LNV-Infobrief/AKM 8/2026).