
Diese Pflanzen gab es schon zur Zeit der Dinosaurier: Vor Millionen von Jahren sah die Erde ganz anders aus als heute. Riesige Farne, uralte Bäume und dichte Wälder bedeckten große Teile der Erde.



i Macrozamia riedlei, im Englischen oft als Zamia Palm bezeichnet, ist ein charakteristischer, stammloser oder kurzstämmiger Palmfarn, der im Südwesten Australiens endemisch ist. Obwohl der Name „Palm“ verwendet wird, handelt es sich nicht um eine Palme, sondern um einen Cycadaceen (Sagopalmengewächs), eine sehr alte Pflanzenfamilie, die bereits zur Zeit der Dinosaurier existierte. Die robuste Pflanze wächst in Jarrah-Wäldern (z.B. im Paruna Wildlife Santuary, das Gebiet befindet sich in der Bioregion Avon-Wheatbelt und wird von der Australian Wildlife Conservancy verwaltet). bildet einen bis zu 2 Meter hohen Stamm (oft stammlos) mit langen, gebogenen Wedeln und großen, essbaren, aber giftigen Zapfensamen.

Zwischen diesen Pflanzen lebten die Dinosaurier. Sie sind seit rd. 65 Mio. J. ausgestorben, aber manche Pflanzen sind bis heute teilweise unverändert geblieben. Sie wachsen immer noch in unseren Wäldern, Parks oder Gärten. Welche das sind? Tierisches Lieblingsessen: Farne gehörten zu den ältesten Pflanzen überhaupt. Sie wachsen seit etwa 300 Mio. Jahren auf der Erde. Z.Z. der Dinosaurier gab es riesige Baumfarne, die wie Palmen aussahen und ganze Wälder bildeten. Viele pflanzenfressende Dinosaurier liebten diese Farne. Große Baumfarne findet man heute noch in Australien oder Neuseeland. Kleine Farne wachsen auch bei uns, z.B. in schattigen Wäldern oder an feuchten Stellen.




Damals riesig. heute klein: Der Schachtelhalm war zur Zeit der Dinosaurier eine sehr beeindruckende Pflanze. Er wurde bis zu 30 m hoch und war Teil riesiger Urzeitwälder. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass Schachtelhalm sehr gerne von Dinosauriern gefressen wurde. Weil er so viele gute Nährstoffe hatte und leicht verdaulich war, war er vermutlich auch ein besonders gutes Futter für junge Dinosaurier. Der Schachtelhalm, den wir heute kennen, ist viel kleiner. Er wird nur noch in Ausnahmefällen bis zu zwei Meter hoch und wächst an Flussufern. Schachtelhalm ist seit Langem als Heilpflanze bekannt und wird z.B. bei Blasenentzündung genutzt.


Die größten Bäume der Welt: Auch die größten Bäume, die wir auf der Welt haben, kannten schon die Dinosaurier. Die Vorfahren der heutigen Mammut-bäume wuchsen bereits vor etwa 125 Mio. Jahren. Sie sind die größten und dicksten Bäume der Welt.


Manche können höher als ein Hochhaus werden! Mammutbäume gibt es hauptsächlich in Nordamerika, v.a. in Kalifornien (…der Riesen- oder Berg-mammutbaum ist ein immergrüner Nadelbaum aus der Familie der Zypressen-gewächse. Seine Heimat liegt an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien. Sein natürliches Vorkommen beschränkt sich dort auf ein Gebiet von 420 km Länge und 24 km Breite in Höhenlagen zwischen 1.350 bis 2.500 m u. NN.). Aber auch in Deutschland gibt es Mammutbäume, z.B. in großen Parks oder botanischen Gärten (bspw. Foto WILHELMA, Stuttgart).


Zu den Fotos: Der Riesen- oder Bergmammutbaum ist ein immergrüner Nadel-baum aus der Familie der Zypressengewächse. Seine Heimat liegt an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien. Sein natürliches Vorkommen beschränkt sich dort . auf ein Gebiet von 420 km Länge und 24 km Breite in Höhenlagen zwischen 1.350 bis 2.500 m ü. NN. Der lateinische Name: Sequoiadendron giganteum stammt von dem Irokesen-Häuptling „Sequoyah“. Aus dem Englischen wird der Mammutbaum auch Wellingtonia (nach dem englischen Feldherren Wellington) oder Washingtonia (nach dem amerik. Präsidenten George Washington) genannt. Vor den Eiszeiten waren die Mammutbäume auch in Europa heimisch.


🏆 REKORD: Der größte Baum der Welt ist der „General Sherman Tree“. Dieser Riesenmammut, der im Sequoia-N.P. in Kalifornien steht, ist über 80 m hoch. Wollte man seinen dicken Stamm umarmen, bräuchte man 17 Erwachsene, die sich mit ausgestreckten Armen an den Händen halten.
Älter als die Dinosaurier: Ginkgo-Bäume gibt es schon seit Ewigkeiten. Diese Baumart ist etwa 300 Mio. Jahre alt. Es gab sie also sogar schon vor den Dinosauriern! Ginkgo-Bäume sind sehr robust und können Hitze, Kälte und sogar Luftverschmutzung gut aushalten.

Ursprünglich stammen Ginkgos aus Asien. Bei uns in Europa wuchsen sie früher auch, aber während der Eiszeiten wurde es für sie zu kalt. Deswegen gibt es sie bei uns nicht mehr in freier Natur, sie werden aber trotzdem gerne heute oft in Parks und Gärten gepflanzt. Beim „Ginkgo“ gibt es eine Besonderheit: ♀♀ Ginkgo-Bäume bilden Früchte, die richtig eklig riechen. Nach Erbrochenem o. ranziger Butter. Deshalb pflanzt man in Städten u. Parks meistens nur ♂ ♂ Bäume.
Die ältesten Blüten; Auch Magnolien kennen wir gut aus Parks und Gärten. Im Frühling blühen sie mit großen, auffälligen Blüten in Rosa (F: Purpur-Magnolie Magnolia liliflora ‚Nigra‘) oder Weiß. Und diese Blüten gibt es schon seit mehr als 100 Mio. Jahren! Magnolien zählen also zu den ältesten Blütenpflanzen der Welt. Das Spannende ist, dass es damals noch keine Bienen gab, um die Blüten zu bestäuben. Deshalb werden Magnolien bis heute von Käfern bestäubt (F) , die es damals schon gab und die vom starken Duft der Pflanzen angelockt werden.


Verräterische Fossilien: Woher wissen wir eigentlich, welche Pflanzen es zur Zeit der Dinosaurier gab? Natürlich war niemand dabei, um Fotos zu machen. Trotzdem wissen Forschende ziemlich genau, welche Pflanzen zur Zeit der Dinosaurier wuchsen: und zwar durch Fossilien. Manchmal wurden Blätter, Stämme, Samen oder sogar Blüten im Schlamm eingeschlossen und über Millionen Jahre zu Stein. Diese Fossilien können heute bei Ausgrabungen gefunden und dann genau untersucht werden. So bekommen wir Hinweise darauf, wie die Pflanzen früher wahrscheinlich ausgesehen haben.



Zum Foto lks.: Harpoceras – ca. 150-180 Mio. J. – ist eine durch teils recht große, nur mäßig entwickelte (evolute) Gehäuse gekennzeichnete Gattung aus der ausgestorbenen Gruppe der Ammoniten. Foto rechts: Ammonit (spiralförmige Schale – Fund aus dem Jura – wie die Silberdistel ein markanntes Wahrzeichen der Schwäbischen Alb
Quellen: Leonie Dress „Grüne Riesen aus der Urzeit“ NWZ/KRUSCHEL 17.2.26; Wikipedia + KI)